Impressum und Datenschutzerklärung:

Montag, 17. September 2018

Wandern im Harz: Teufelsmauer, Lauenburg, Glockenstein - Stempelstellen der Harzer Wandernadel

Diese Harz-Wanderung bei Thale war ursprünglich anders geplant und wir haben sie quasi im letzten Moment umgestellt. Aber dazu später mehr :)


Drei Stempelstellen der Harzer Wandernadel waren auf dieser Wanderung:
  • HWN 073 - Glockenstein
  • HWN 187 - Lauenburg
  • HWN 188 - Teufelsmauer (+ Sonderheft Goethe im Harz)

Eigentlich wollten wir diese drei Stempelstellen am Stück gehen. ABER... dann hätten wir wieder kilometerweit an der Straße, bzw. durch die Orte Neinstedt und Stecklenberg laufen müssen. Und wir wollen ja viel lieber im Wald wandern. Also kurz vor Abfahrt noch geändert. Wir haben diese Wanderung in zwei Wanderungen aufgeteilt, so dass wir zuerst zum Parkplatz der Teufelsmauer Weddersleben in Neinstedt gefahren sind und von dort aus die Teufelsmauer mit der Stempelstelle 188 der Harzer Wandernadel erkundet haben. Herrlich! Wir hatten noch das schöne Morgenlicht dazu, seht selbst:

Stempelstelle 188 der Harzer Wandernadel
Teufelsmauer Weddersleben

Das war wirklich schön. Und im Nachhinein stellte sich raus, dass wir alles richtig gemacht haben. Denn außer uns war nur ein Magier mit seinen Models dort, der da Fotos für einen Werbeflyer gemacht hat. Danach waren wir ganz alleine dort. Als wir mittags zurückfuhren und an eben diesem Parkplatz wieder vorbei kamen, war der zum Bersten voll. Da hätte man wahrscheinlich nicht mehr so schöne Fotos machen können.

Anschließend sind wir nach Stecklenberg gefahren. Dort haben wir auf dem Parkplatz vor dem Naturfreundehaus geparkt und sind dann hinter dem Haus einen Pfad bis hoch zum Stecklenberger Lauenburg Weg gelaufen. Dann direkt zur Lauenburg, zuerst zur Hauptburg, die als Große Lauenburg bezeichnet wird. Schöne alte Mauern stehen dort, aber wirklich geflasht hat uns dieser Baum, der sich mit seinen Wurzeln über die Mauerreste gewunden hat:

Große Lauenburg, Stempelstelle 187 der Harzer Wandernadel
Toller Baum an der Großen Lauenburg

Ist das nicht toll??? Ein Durchgang unter der Wurzel. Wahnsinn!

Dann sind wir das Stück zurück bis fast zum Stempelkasten der Stempelnummer 187 der Harzer Wandernadel und dort dann noch abgebogen und zur Vorburg, der Kleinen Lauenburg gelaufen. Auch dort alte Mauerreste, aber mitten rein wurde ein Aussichtsturm gebaut:

Kleine Lauenburg, Stempelstelle 187 der Harzer Wandernadel
Kleine Lauenburg mit Aussichtsturm


Das nimmt dem Ganzen natürlich etwas den Flair... Ohne Aussichtsturm hätten wir es schöner gefunden. Aber nun war er schon mal da, also sind wir natürlich auch dort hoch. Man hat von oben einen schönen Weitblick auf die Teufelsmauer bei Weddersleben und das Harzvorland. Trotzdem... es gibt ebenso viele schöne Weitblicke auf natürlichen Aussichtspunkten.  

Diesen Weg sind wir dann bis zur nächsten Kreuzung wieder zurück gegangen und dann ging es im Wurmbachtal weiter. Vorbei an den Sommer- und Winterklippen und dem Femegericht. Der Wurmbach selbst war so gut wie ausgetrocknet. Nun ging es steil bergan: den Bergmannstieg hoch. Der hatte es wirklich in sich :o Ein felsiger Pfad wie wir ihn lieben, aber ca einen Kilometer lang mit 14 - 17 % Steigung :o

Anschließend einen schönen Waldweg lang bis zum Glockenstein mit der Stempelnummer 73 der Harzer Wandernadel. Von dem waren wir allerdings eher enttäuscht. Es war ein Felsen (Granitblock) in Form einer Glocke, okay... aber da gibt es wirklich schönere Felsen, die keine Stempelstelle sind. Hier gibt es halt eine Sage dazu, wahrscheinlich wurde er deshalb eine Stempelstelle.
Der Sage nach soll der Stein in der Walpurgisnacht wie eine Glocke klingen um den Hexen den Weg zum Brocken zu weisen.

Stempelstelle 73 der Harzer Wandernadel
Glockenstein bei Stecklenberg

Zurück sind wir dann erst wieder denselben Weg bis zu den Wurmbach Kaskaden (die ja zur Zeit keine sind, weil gar kein Wasser mehr im Wurmbach ist) und ab dort einen wirklich sehr schönen schmalen Waldpfad am Wurmbach lang, wo man auch noch mal tolle Felsen sieht.

Die Eckpunkte dieser Wanderung:
  • Tourstrecke insgesamt: 9 km
  • Streckenbeschaffenheit: breiter Waldweg, viele Stufen zur Teufelsmauer hoch, Bergmannstieg mit steilen Steigungen - ein toller Felspfad und Waldpade
  • 300 Höhenmeter
  • Unser Highlight dieser Tour: Die Teufelsmauer!

Unterwegs mit Pausen und Unterbrechungen für Filme und Fotos: 4 Stunden.
Gelaufen am 16. September 2018

Ein Video zu der Tour gibt es wie immer später auf unserem YT Kanal Natur im Harz :)





Montag, 10. September 2018

Kapitelsberg und Grüntal: Stempelstellen der Harzer Wandernadel

Diese Wanderung lag zwischen Tanne, Benneckenstein und Trautenstein.

Vorweg haben wir aber am Oderteich angehalten, der auf unserer Autofahrt zum Startpunkt lag. Da der nun durch den heißen und trockenen Sommer ganz ausgetrocknet ist, wollten wir uns das doch wenigstens mal anschauen. Hier könnt ihr den ausgetrockneten Oderteich sehen: 


Der trockene Oderteich nach dem heißen Sommer 2018
Der ausgetrocknete Oderteich


Zwei Stempelstellen der Harzer Wandernadel waren auf dieser Strecke:
  • HWN 044 - Kapitelsberg
  • HWN 049 - Grüntal

Wir haben quasi in der Mitte beider Stempelstellen auf einem kleinen Wanderparkplatz an der Waldstraße zwischen Tanne und Trautenstein geparkt und sind dann erst zum Kapitelsberg, Stempelstelle 44 der Harzer Wandernadel gelaufen.

Dafür ging es vom Parkplatz ein kleines Stück geradeaus und dann rechts auf "Die Lange". So heißt der Weg. Irgendwann sind wir dann links zum Kapitelsberg abgebogen, ist aber auch ausgeschildert.
Der Kapitelsberg liegt in 353,7 m Höhe und man hat einen schönen Blick zum Brocken und schaut auf das Tal der Warmen Bode, zum Wurmberg und zum Hohenkamm.

Stempelstelle 44 der Harzer Wandernadel
Blick vom Kapitelsberg

Am Aussichtspunkt steht ein Kreuz, eine Bank ist dort auch.
Der Stempelkasten ist an der wirklich schönen Hütte vom Harzclub, Dort sind auch weitere Bänke und Tische und eine Feuerstelle und drinnen kann man auch schön sitzen wenn man mal bei schlechtem Wetter dort sein sollte.

Hütte vom Harzclub am Kapitelsberg
Kapitelsberg Hütte

Dort haben wir erstmal gefrühstückt. Witzig war, dass wir da einen netten Wanderer getroffen haben, den wir davor die Woche zwischen Elbingerode und Rübeland auch getroffen haben :)
Das passiert einem ja auch eher selten :)

Nun ging es weiter zum Grüntal, Stempelstelle 49 der Harzer Wandernadel. Erstmal denselben Weg zurück, dann weiter zum Grüntal
Dort sollte eigentlich ein "idyllisch gelegener Rastplatz" sein, aber den haben wir nicht gefunden. Dort steht ein witziges Forsthaus mit Dach bis zum Boden. Und eine Schautafel im Gebüsch, daneben der Stempelkasten. Kurz danach ist eine Kreuzung. Alles mögliche ist ausgeschildert, aber nicht dieser Rastplatz der dort sein soll. Wir sind einige Wege kurz rein gegangen, nirgends war ein Rastplatz.

Stempelstelle 49 der Harzer Wandernadel
Grüntal, Stempelstelle 49 der Harzer Wandernadel

Verstehen wir nicht... wenn der Rastplatz der Grund für die Stempelstelle sein sollte, warum steht dann die Stempelstelle sonstwo entfernt? Und kein Hinweis auf den Grund, warum ausgerechnet dort im Tal wo man nichts sieht und nichts besonderes sonst ist, überhaupt ein Stempelkasten ist. Der Rastplatz muss doch dann herausragend sein, wenn deswegen dort eine Stempelstelle errichtet wurde. Da wäre ja ein kleiner Hinweis nett, wo man den dann auch finden kann.

Auch diesen Weg sind wir dann wieder zurück gegangen, bis wir wieder am Parkplatz angelangt waren.
Es waren wieder einige Kieswege dabei, aber das ging dieses mal auch mit Barfußschuhen ganz gut. Ich wollte mir wirklich Wanderschuhe kaufen, aber ich bin jetzt so diese Fußfreiheit gewohnt... in keinem einzigen Schuh habe ich mich wohl gefühlt, also habe ich es gelassen und stattdessen eine zusätzliche Barfußsohle in die Schuhe getan. Damit ging es auch auf den Kieswegen gut :) 


Die Eckpunkte dieser Wanderung:
  • Tourstrecke: 11 km
  • Streckenbeschaffenheit: Kieswege und Waldwege
  • 100 Höhenmeter
  • Unser Highlight dieser Tour: Kapitelsberg

Unterwegs mit Pausen und Unterbrechungen für Filme und Fotos: 3 Stunden.
Gelaufen am 9. September 2018

Ein Video zu der Tour gibt es wie immer später auf unserem YT Kanal Natur im Harz :)



Montag, 3. September 2018

Harzer Wandernadel: Hoher Kleef, Galgenberg, Schornsteinberg, Schaubergwerk Büchenberg

Diese Wanderung ging von Elbingerode bis Rübeland und zurück.


Vier Stempelstellen der Harzer Wandernadel waren auf dieser Strecke:
  • HWN 037 - Schaubergwerk Büchenberg (Themenheft Harzer Steiger)
  • HWN 038 - Galgenberg (Themenheft Goethe im Harz)
  • HWN 088 - Aussichtspavillon Hoher Kleef (Themenheft Goethe im Harz)
  • HWN 089 - Schornsteinberg
Also gleich vorweg sei gesagt: Diese Tour können wir so wie wir sie gemacht haben niemandem empfehlen. Es ging kilometerweit auf einem Fußweg an der Straße Mühlental lang, dann ganz viele Kieswege die zumindest in Barfußschuhen wie ich sie ja laufe unangenehm zu gehen sind. Nur wenig Wald, davon eine Strecke voller umgestürzter Bäume usw. Ihr könnt es dann ja später im Video sehen....

Vielleicht kann man diese Tour auch anders gehen und wir haben sie nur doof geplant. Vielleicht ist es aber auch besser, zuerst den Galgenberg und das Schaubergwerk Büchenberg abzulaufen und sich dann einen Parkplatz in Rübeland zu suchen und dort dann Hoher Kleef und von da zum Schornsteinberg zu laufen.
Wir wollten die Tour gerne in einem machen weil es uns anders zu wenige Kilometer waren. Aber wandern an einer viel befahrenen Straße ist nun auch nicht das Wahre ;)

Nun aber zu der Tour wie wir sie gemacht haben. 
Geparkt haben wir an der Straße Bleichenkopf, das ist nicht weit von der ersten Stempelstelle entfernt: der Galgenberg mit der Stempelnummer 38 der Harzer Wandernadel. Wird auch für das Themenheft Goethe im Harz benötigt.


Galgenberg in Elbingerode
Galgenberg, Stempelnummer 38 der Harzer Wandernadel

Auf diese Kalksteinklippe sind wir auch hoch gegangen. Der Berg heißt übrigens tatsächlich aufgrund eines Galgens so, der im 16. Jahrhundert dort stand, da dieser Berg die Richtstätte von Elbingerode war.

Nun war unser nächstes Ziel war die Stempelstelle Hoher Kleef mit der Stempelnummer 88 der Harzer Wandernadel. Dafür mussten wir aber erstmal sehr viel an der Straße laufen. Sehr, sehr viel. Bis wir in Rübeland ankamen. Dort dann noch durch den Ort, an der Hermannshöhle vorbei, dann geht ein schmaler Pfad den Wald hoch. Wir haben uns gefreut wie Bolle: endlich Wald. Aber dieser Pfad hatte unten ein rot-weißes Flatterband.... Das war zwar nicht durchgezogen, aber es hätte uns zu denken geben müssen. Anscheinend hatte nämlich nur einfach irgendwer das Band abgemacht. Konnten wir aber nicht wissen, also sind wir diesen Pfad hoch. Bald war uns klar, warum dort unten noch Reste von einem Flatterband hingen... der Weg war mit vielen umgestürzten Bäumen bedeckt und es war ein abenteuerliches Klettern angesagt. Aber was tut man nicht alles, um zu seiner Stempelstelle zu kommen ;)

Unterwegs war überraschenderweise noch eine Ruine, die Ruine Birkenfeld. Die haben wir uns natürlich auch noch angeschaut. Zu dem Zeitpunkt kamen wir übrigens auch an das Ende dieses schmalen Waldpfades. Und sahen das rotweiße Flatterband, und zwar hier noch intakt. Wir hätten also unten gar nicht durchgehen dürfen.

Es ging dann direkt neben dem Pfad auf den wir hochgekommen waren ein weiterer Pfad links weiterhin berghoch. Dann oben angekommen: ein wirklich zauberhafter Aussichtspavillon (den wir zuvor schon aus dem Ort von weitem bewundern konnten) mit Blick auf Rübeland und die umliegenden Berge. Bei gutem Wetter sogar bis zum Brocken und dem Wurmberg. Das einzige Manko war, das dort keine Bänke vorhanden waren. Darauf hatten wir eigentlich gehofft, denn wir wollten dort unsere Frühstückspause machen. Haben wir auch, dann eben auf der Erde mit unseren Sitzkissen.
Auch diese Stempelstelle ist übrigens nicht nur für das Haupt-Stempelheft, sondern zusätzlich auch für das Themenheft Goethe im Harz.

Aussichtspavillon Hoher Kleef in Rübeland
Hoher Kleef, Stempelstelle 88 der Harzer Wandernadel

So, nun hieß es denselben Weg wieder runter. Alles andere wäre ein riesiger Umweg gewesen und wir wussten ja nun, was auf uns zukommt.

Unten angekommen sind wir über die Straße gegangen und direkt gegenüber erst ein paar Stufen und dann einen schmalen Pfad berghoch. Hier ging es abwechselnd durch den Wald und übers freie Feld am Waldrand lang bis zu unserem nächsten Ziel: dem Schornsteinberg mit der Stempelstelle 89 der Harzer Wandernadel. Von hier schaut man direkt nach gegenüber auf die vorherige Stempelstelle Hoher Kleef. Dort steht auch noch ein Bergmann aus Holz.

Schornsteinberg in Rübeland
Schornsteinberg, Stempelnummer 89 der Harzer Wandernadel


Anschließend ging es weiter zur letzten Stempelstelle für diesen Tag: der Stempelstelle 37 der Harzer Wandernadel, Schaubergwerk Büchenberg.

Dafür sind wir über ein abgemähtes Feld gelaufen um eine Abkürzung zu nehmen. Das hätten wir mal lassen sollen, denn dieses Feld war voll mit Kötteln von Rehen, Kacke von Wildschweinen usw. Das hört sich jetzt übertrieben an, aber es war wirklich so. Wir mussten geradezu Slalom um diese Hinterlassenschaft laufen und das auf dem ganzen Feld! Okay, da haben wir natürlich auch eigentlich nichts zu suchen....

Es ging dann vorbei an dem Kalkwerk Kaltes Tal. Dort war was ganz witziges: auf den ersten Blick sah es aus wie ein Hochsitz. Wir haben keine Ahnung, ob es wirklich einer war. Auf jeden Fall war da eine Hausnummer dran und sogar ein Briefkasten und auf der Seite war ein Posthorn abgebildet :o

Dann ging es am Wald weiter, aber leider meistens Kieswege. Nur ab und zu wirkliche Waldwege. Ich bin einiges gewohnt und wandere ja schon seit Mai in Barfußschuhen. Aber das heute war echt schmerzhaft. So sehr, dass ich überlege ab nächster Woche in normalen Schuhen zu wandern. Ist nur die Frage, ob ich überhaupt in normalen Schuhen noch laufen kann. Ich bin wie gesagt seit Mai nur noch barfuß oder in Barfußschuhen unterwegs. Wir werden sehen :) Vorsichtshalber werde ich natürlich auch bei der nächsten Wanderung die Barfußschuhe mitnehmen!

Aber wie dem auch sei.. irgendwann kamen wir endlich am Schaubergwerk Büchenberg mit der Stempelnummer 37 der Harzer Wandernadel an. Dieser Stempel wird auch für die Themennadel Harzer Steiger benötigt. Von dort aus war es dann wieder nicht mehr weit, bis wir zur ersten Stempelstelle und damit zu unserem Parkplatz kamen der ja nicht weit davon entfernt war.

Schaubergwerk Büchenberg bei Elbingerode
Schaubergwerk Büchenberg, Stempelnummer 37 der Harzer Wandernadel


Die Eckpunkte dieser Wanderung:
  • Tourstrecke: 15 km
  • Streckenbeschaffenheit: Leider überwiegend Kieswege, oder freies Feld, wenig Wald und wenn dann mit umgestürzten Bäumen 
  • 250 Höhenmeter
  • Unser Highlight dieser Tour: Aussichtspavillon Hoher Kleef

Unterwegs mit Pausen und Unterbrechungen für Filme und Fotos: 4 1/4 Stunden.
Gelaufen am 2. September 2018

Ein Video zu der Tour gibt es wie immer später auf unserem YT Kanal Natur im Harz :)